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Kulm United startet Denkwerkstatt

KulmUnited Schroecksnadel Detter Tanzer 2000pxGeist ist geil. Hubert Neuper und sein Team Kulm United gaben am Donnerstag den Startschuss für eine Denkwerkstatt als Ideengenerator. Die erste Podiumsdiskussion war mit Prof. Peter Schröcksnadel, Univ. Prof. Helmut Detter und Michael Tanzer (v.l.), Verkaufsleiter bei Leitner ropeways prominent und kompetent besetzt. Thema: Die Zukunft des Wintersporttourismus in Österreich.

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„Innovation gefährdet vorhandenes Wissen“, sagt Univ Prof. DDr. Helmut Detter von der TU Wien. „Deshalb gibt es viel Widerstand gegen Neues. Weil es natürlich Risiko bedeutet neue Wege zu gehen. Dabei übersehen viele, die große Chance, die in der Veränderung steckt.“

Professor Detter, der Kulm-Chef Hubert Neuper erst vor wenigen Wochen persönlich kennengelernt hat und sofort bereit war dessen Initiative zu unterstützen, beschäftigt sich seit langer Zeit mit Wachstums-Studien. Düstere Entwicklungsperioden mit mittlerweile 500.000 Arbeitslosen in Österreich habe er prophezeit, dieser Negativtrend werde sich fortsetzen.

„Wer in einer begrenzten Welt an unbegrenztes exponentielles Wachstum glaubt, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom“, zitierte Detter den Ökonomen Kenneth Boulding. Es ginge im Wintersporttourismus, der für Österreich eine „lebensnotwendige Branche“ sei, um einen Paradigmenwechsel. „Mehr Hotels, mehr Skipisten, mehr Seilbahnen geht in Österreich nicht mehr.“

Es ginge vielmehr um das Erkennen und in weiterer Folge um das Vorgeben von Trends. Nur Innovationen würden geschlossene Systeme aufbrechen können, um so ihr Überleben zu sichern. „Die Zukunft kommt nicht von alleine. Sir wird von jemandem irgendwo und irgendwann in die Welt gesetzt. Die Frage ist, ob wir sie selbst einleiten, sie aktiv mitgestalten oder ob wir unter die Räder kommen.“

Warum Schröcksnadel Neupers Initiative gefällt

Professor Peter Schröcksnadel notierte während des Impuls-Vortrags von Detter fleißig mit, stimmte dann auch in den meisten Punkten zu. „Das mit den Trends stimmt. Uns sind in Österreich in den letzten Jahren viele Dinge einfach passiert. Der Carving-Ski, der Snowboard-Trend. Ich muss zugeben, da habe ich auch einige Entwicklungen unterschätzt und ich war nicht immer ein Freund von diesen Trends. Aber ich muss dem Professor Recht geben. Wir können und sollten diese Trends vorgeben und planen, um zu agieren und nicht erst zu reagieren. Mir gefällt diese Idee von Hubert Neuper mit der Denkwerkstatt und ich werde diese gern weiterhin unterstützen.“

Das Hauptanliegen des ÖSV-Chefs: „Wir müssen wieder mehr Kinder zum Skifahren bringen. Wir als österreichischer Skiverband haben über Aktionen wieder mehr Kinder in den Schnee gebracht ohne dabei einen Cent zu verdienen. Was wir brauchen ist breite Unterstützung durch Bund-, Länder, Österreich-Werbung und Wirtschaft, damit wir wieder auf 250.000 Kinder statt 150.000 Kinder in Schulskikursen kommen.“


Samstag Podiumsdiskussion mit Ronnie Leitgeb und Co.

Die nächste Kulm United-Podiumsdiskussion zum Thema „Spitzensport meets Spitzenmedizin“ folgt am Samstag, um 10 Uhr im Starthaus mit Sportmanager Ronnie Leitgeb, Extremsportler Wolfgang Fasching, Paralympics-Champion Thomas Geierspichler und ÖSV-Skispringer-Arzt Dr. Jürgen Barthofer.