• 1
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14

Der KULM lässt niemanden kalt

140111E0220KULM - mehr als 200 Meter verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Tradition.

Hubert Neuper, der seit 1994 als OK-Chef für den ÖSV am Kulm tätig ist, hat sich Gedanken gemacht ...

.

Hubert, warum bist du Skispringer geworden?
Die Faszination für das Skispringen –fliegen wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Mit acht Jahren startete ich selbst mit dem Skispringen und war 1975 bei der Weltmeisterschaft am Kulm als Skiträger im Einsatz. Damals am Start dachte ich mir „Nie im Leben traue ich mich da runter“. Nichtsdestotrotz war ich von der Vorstellung, hier einmal zu fliegen, gefesselt, und diese Vorstellung ließ mich nicht mehr los. Zweieinhalb Jahre später wagte ich meinen ersten Sprung am Kulm.

Wie siehst du die Entwicklung des Skiflug Events am Kulm?
Der Kulm hat sich sportlich und eventtechnisch als eine fixe Größe etabliert. Es ist ein ständiger Prozess der Weiterentwicklung, der von den ersten Sprüngen von knapp 100 Metern auf den aktuellen Schanzenrekord von 215,5 Metern voranging. 2015 stoßen wir mit dem Kulm in neue Sphären vor – der Umbau der Schanze lässt neue Höhenflüge Wirklichkeit werden.

Aber nicht nur die Schanze ist mit den Jahren „gewachsen“. Jedes Jahr begeistert es mich aufs Neue, wie die Veranstaltung rund um den Kulm wächst. Der Kick-off für die Planung des folgenden Events erfolgt bereits zwei Monate nach der Veranstaltung im März. Ab August sind vier Personen im Einsatz, im Oktober sind es bereits zehn. Am Weltcup-Wochenende arbeiten insgesamt 1.500 Personen für diese Veranstaltung und sorgen in den unterschiedlichsten Bereichen für einen reibungslosen Ablauf. Das gesamte Team gibt alles dafür, den Zuschauern ein tolles Erlebnis zu bieten, und ist zu 100% mit dem Kulm emotional verbunden.

Du bist seit 1994 als OK-Chef für den ÖSV am Kulm tätig. Woher nimmst du deine Begeisterung?

Was mir am Herz liegt ist, dass der Kulm mit der Zeit geht, ohne jedoch auf seine Vergangenheit zu vergessen. Jedes Jahr stampfen wir ein Riesen-Event aus dem Boden, doch das wäre nichts ohne die tausenden Fans, die teilweise eine stundenlange Anreise auf sich nehmen, um live dabei zu sein. Mit den internationalen Fernsehübertragungen erreichen wir an einem einzigen Wochenende kumuliert rund 100 Millionen Menschen, die sozusagen direkt nach Österreich, in die Steiermark, in das Salzkammergut geschalten werden. Mit der Veranstaltung zeigen wir der Welt, wer wir sind – Österreicher, die durch harte Arbeit und Begeisterung auch das vorab Unvorstellbare möglich machen.